Ein Beitrag von Frank Tempel, Vorsitzender LEAP Deutschland e.V.
Liebe Mitglieder, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter für eine vernünftige Drogenpolitik,
ich freue mich riesig, euch heute eine Personalie verkünden zu dürfen, die für LEAP Deutschland einen echten Meilenstein bedeutet. Seit dem 1. Juli 2026 verstärkt Maximilian Plenert unser Team ganz offiziell als angestellter Geschäftsführer. Nach einer mehrmonatigen Übergangsphase tritt er damit die Nachfolge von Daniela Kreher an, die zum 31.12.2025 ausgeschieden ist und dem Verein sowie dem Vorstand bis dahin durch ihre wichtige Aufbauarbeit großartig zugearbeitet hat.
Viele von euch werden jetzt wahrscheinlich schmunzeln und sich denken: „Moment mal, Max ist doch ohnehin schon immer da?“ Und das stimmt natürlich. Max gehört nicht nur zu den Gründungsmitgliedern von LEAP Deutschland, sondern wir beide kennen und schätzen uns schon seit unzähligen Jahren aus dem gemeinsamen Kampf gegen die Prohibition. Schon während meiner Zeit als drogenpolitischer Sprecher im Bundestag haben sich unsere Wege immer wieder gekreuzt – damals vor allem durch Max‘ unermüdliche politische und wissenschaftliche Arbeit beim Deutschen Hanfverband (DHV) an der Seite von Georg Wurth. Georg hat den DHV zu einer unübersehbaren Kraft aufgebaut, und Max war stets einer der profiliertesten strategischen Köpfe in diesem Netzwerk. Dass wir diese geballte inhaltliche Expertise nun für die tägliche Arbeit von LEAP gewinnen konnten, ist für uns ein absoluter Glücksfall.
Struktur und Strategie im Hintergrund
Was genau macht Max jetzt bei uns? Während der geschäftsführende Vorstand weiterhin die gewählten, strategischen Funktionen ausübt, übernimmt Max als angestellter Geschäftsführer unseren kompletten Maschinenraum. Er kümmert sich um die Organisationsentwicklung und bringt unsere digitale Mitgliederverwaltung aufs nächste Level. Er koordiniert künftig die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und hält uns bei der strategischen Vernetzung mit Partnerorganisationen und wichtigen Stakeholdern den Rücken frei. Und als ob das nicht reicht, bändigt er unsere IT-Infrastruktur und unterstützt mich als Vorsitzenden sowie unseren Schatzmeister bei den Finanzen.
Warum ist dieser Schritt für uns als Verein so elementar? Wir haben als Law Enforcement Against Prohibition in den letzten Jahren enorm an politischem Gewicht gewonnen. Die Stimmen aus Polizei, Justiz und Strafverfolgung, die ein Ende des desaströsen „War on Drugs“ fordern, sind im politischen Mainstream angekommen und werden gehört. Aber rein ehrenamtliches Engagement hat irgendwann seine natürlichen Grenzen. Damit wir als Vorstand nach außen noch schlagkräftiger agieren, mit der Politik hart in der Sache verhandeln und in den Medien präsent sein können, brauchen wir im Hintergrund ein hochprofessionelles Fundament.
Genau dieses Fundament gießt Max ab sofort. Wir haben mit ihm jemanden an Bord, der nicht nur Server und Tabellen im Griff hat, sondern der die drogenpolitische Landschaft in Deutschland in- und auswendig kennt.
Lieber Max, es ist großartig, dich nun auch ganz offiziell als hauptamtlichen Mitarbeiter im Boot zu haben. Auf dass wir gemeinsam die nächsten großen Schritte für eine evidenzbasierte, entkriminalisierte und gerechte Drogenpolitik gehen!
Euer Frank Tempel
Vorsitzender LEAP Deutschland e.V.
📺 Zeitdokument: Wer noch einmal in die langjährige gemeinsame Vorgeschichte der drogenpolitischen Arbeit eintauchen möchte, findet in Georg Wurths Stellungnahme im Gesundheitsausschuss des Bundestages einen spannenden Einblick darüber, wie intensiv das Netzwerk rund um den DHV und uns Abgeordnete bereits vor über einem Jahrzehnt parlamentarische Aufklärungsarbeit geleistet hat.
Unterstütze unsere Arbeit!
Damit wir diese wichtige hauptamtliche Position zur Professionalisierung unseres Vereins langfristig sichern und künftig vielleicht sogar weiter ausbauen können, ist LEAP Deutschland auf eure Hilfe angewiesen. Ob durch eine Spende oder eine Mitgliedschaft – jeder Beitrag gibt uns den nötigen Rückhalt, um eine starke, überparteiliche Stimme für eine vernünftige Drogenpolitik zu bleiben.